Das Projekt Autorisierungsstrategien in nationalliterarischen Projekten – Weibliche Konstruktionen des Nationalen in der deutschen Literatur des 17. und 18. Jahrhunderts beschäftigt sich mit der Teilhabe von Frauen am national- und kulturpolitischen Diskurs. In ihren literarischen Texten entwerfen sie andere Modelle und imaginieren eine eigene kulturelle Identität der deutschen ‚Nation‘. Das Projekt untersucht dabei die dynamischen Wechselwirkungen von normativer Poetik, Poesie und politisch motivierter Nationaldebatte im 17. und frühen 18. Jahrhundert. Leitend ist die These, dass Frauen und insbesondere Autorinnen auf diese Weise einen wesentlichen Beitrag für das Entstehen eines deutschen Nationalgefühls leisten, indem sie dichten, aus anderen Nationalsprachen übersetzen bzw. übersetzt werden, als Adressatengruppe eigens benannt werden und dennoch selbst Konzepte diskutieren.